Ferienregionen

Schwäbischen Alb

Zwischen Neckar im Norden und Donau im Süden liegt die etwa 600 bis 1000 m hohe Hochebene der Schwäbischen Alb. Das süddeutsche Mittelgebirge erstreckt sich über eine Länge von etwa 200 km und ist ungefähr 50 km breit. Nach Nordwesten fällt die Alb sehr steil ab, während sie im Südosten sanfter abflacht. Vielerorts bilden markante Kalksteinfelsen den Rand der Schwäbischen Alb, ebenso begrenzen sie Täler, die von den Nebenflüssen des Neckars in das Kalkgestein geschnitten wurden. Besonders bei Kletterern sind diese Felsen sehr beliebt. Weithin bekannte Klettergebiete sind das Obere Donautal, der Rosenstein sowie Lenninger Tal, Ermstal, Eselsburger Tal und Blautal.

Wer sich lieber auf ebenerem Terrain bewegt, findet auf der Schwäbischen Alb zahlreiche Wanderwege, weithin über sanft geschwungene Wiesen, auf denen Schafe weiden, entweder mit Blick auf markante Felswände oder aber von den Höhen hinunter in die Täler. Auf der Hochfläche selbst gibt es nur wenig Wasser, das meist im wasserdurchlässigen Karstgestein versickert und durch riesige Höhlensysteme weiterfließt. Viele dieser Höhlen, in denen durch Kalkablagerungen bizarre unterirdischen Felsformationen entstanden sind, hängende Stalaktiten, stehende Stalagmiten und Sintersäulen, sind als Schauhöhlen für Besucher zugängig, so die Bärenhöhle, die Nebelhöhle oder die Charlottenhöhle. Mit einem Boot kann die Wimsener Höhle befahren werden, und in den Schacht der Laichinger Tiefenhöhle kann man über Leitern bis zu 55 m tief hinuntersteigen.

Schon im Mittelalter war die Schwäbische Alb sehr beliebt bei Burgherren, die zum Schutz gegen Angreifer ihre Festungen auf den Bergen der Alb errichteten. Viele sind zwar nur noch als Ruinen erhalten, doch auch diese alten Gemäuer sind faszinierende Wanderziele, so die Burgruinen Reußenstein, Hohenurach, Hohenneuffen, Rosenstein oder Hohenstaufen, die noch heute einen Eindruck vom mittelalterlichen Leben auf der Alb vermitteln.