Spessart
Der
Spessart ist ein waldreiches Mittelgebirge, das von den
Flüssen Main, Kinzig und Sinn eingegrenzt wird. Seinen
Namen verdankt der Spessart dem Schwarzspecht, sowie dem
Bergwald. Diese Kombination stand für den Namen
"Spechtswald", woraus sich mit der Zeit die Bezeichnung
Spessart entwickelte.
Der Spessart bietet einiges an Kultur und
Sehenswürdigkeiten. Hier wurde übrigens 1957 auch
der berühmte Spielfilm, "Das Wirtshaus im Spessart"
gedreht. Das Wasserschloss Mespelbrunn ist das bekannteste
Bauwerk im Spessart. Es wird heute teilweise als Museum
genutzt und ist auch bewohnt. Ebenfalls sehenswert ist das
Schloss Luitpoldshöhe im Rohrbrunner Forst. Prinzregent
Luitpold von Bayern lies es als Unterkunft für
Jagdgesellschaften im Jahre 1889 bauen.
Für Museumsliebhaber ist der Spessart allgemein
sehr interessant. Im Schloss von Lohr am Main ist das
Spessartmuseum zu bewundern. Hier werden regionale
Erzeugnisse sowie die Geschichte des Spessarts gezeigt. In
Wertheim steht das Glasmuseum. Es stellt die frühere
Bedeutung der Glasherstellung für die Region
dar. Insbesondere Geologie und Mineralogie werden im
Naturkundlichen Museum in Aschaffenburg gezeigt.
Für Wanderfreunde gibt es im Spessart eine ganze
Reihe von markierten Wanderwegen. Hier sei nur der
mittelalterliche Heer- und Handelsweg, die Birkenhainer
Straße genannt, die über eine Länge von 71
Kilometern, die Städte Hanau und Gemünden
verbindet. Für Weintrinker ist der 1990 angelegte
Fränkische Rotwein-Wanderweg interessant. Er
verläuft westlich des Spessarts, am Main entlang. Die
malerischen Fachwerkstädte, wie zum Beispiel
Gemünden, oder die Residenzstadt Aschaffenburg, gelten
bei Touristen als attraktive Ausflugsziele. Der Spessart
bietet auch einige Naherholungsgebiete, wo sich der Tourist
fernab von Verkehr und Lärm bewegen kann.