Uckermark
Die Uckermark ist eine historische Landschaft im
Nordosten Deutschlands. Zum Großteil umfasst sie Teile
des Bundeslandes Brandenburg. Ein kleineres Gebiet
zählt zum Bundesland Mecklenburg Vorpommern. Die
seenreiche Hügellandschaft beidseits der Uecker gilt
als das am dünnsten besiedelte Gebiet Deutschlands und
hat sich viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt.
Ausgedehnte Buchen- und Kieferwälder, weite Wiesen,
Felder und Heideland bestimmen das Bild.
Eine Besonderheit sind die mehr als 400 Seen der
Uckermark, welche ihr Entstehen der Eisschmelze vor 15 000
Jahren verdanken. Weiterhin werden aufmerksame Beobachter in
der Grund- und Endmoränenlandschaft zahlreiche
Findlinge entdecken können, welche auf skandinavische
Gletscher schließen lassen. Naturinteressierte werden
in der Uckermark auf eine reiche Tier- und Pflanzenwelt
stoßen. Neben großen Wildbeständen und
zahlreichen Fischarten sind auch seltene Tiere wie
Schwarzstörche, Kormorane und Biber in der Uckermark
heimisch. Seit dem 18. Jahrhundert gilt die Uckermark als
die Kornkammer Berlins. Weiterhin bestimmen die
Forstwirtschaft und die Gewinnung erneuerbarer Energien das
Wirtschaftsbild. Die Uckermark ist über die Autobahnen
A11 und A20 bequem zu erreichen.
Mit seinen Naturschutzgebieten Uckermärkische
Seen, Unteres Odertal und Schorfheide-Chorin ist die
Uckermark ein beliebtes Touristenziel. Besonders
Aktivurlaubern bieten sich vielfältige
Möglichkeiten. Wanderungen, Radtouren,
Reitausflüge und Wassersport gestalten den Aufenthalt
abwechslungsreich. Aber auch ein reiches
Besichtigungsprogramm macht Ferien in der Uckermark zum
Erlebnis.
Die Kreisstadt Pasewalk befindet sich in der
nördlichen Uckermark. Die beiden Tortürme und
Reste der Ringmauer zeugen von der einstigen
Stadtbefestigung. Im Prenzlauer Tor hat das Stadtmuseum
Quartier bezogen. In der Pfarrkirche St. Marien kann eine
Kopie der von Raffael geschaffenen
“Kreuztragung” bewundert werden. Am Nordufer des
Unteruckersees lohnt Prenzlau den Besuch. Die Altstadt
erhebt sich auf einer Terrasse. Hier findet man auch die
Marienkirche, ein Musterbeispiel der norddeutschen
Backsteingotik.
Eingebettet in eine seenreiche Umgebung befindet sich
das Städtchen Templin. Die mittelalterliche
Stadtbefestigung mit ihren Türmen, Toren und
Wiekhäusern verleiht Templin seinen ganz besonderen
Charme. Beachtung verdienen weiterhin die hübschen
Fachwerkhäuser, sowie die Georgenkapelle aus dem 14.
Jahrhundert. Schmuckstück der Hafenstadt
Ueckermünde ist das Renaissanceschloss aus dem 16.
Jahrhundert, welches von einem herrlichen Landschaftsgarten
im englischen Stil umgeben ist. Ueckermünde bietet sich
an als Ausgangspunkt, das Nachbarland Polen bei einer
Bootstour für sich zu entdecken.