Weserbergland
Die reizvolle Mittelgebirgslandschaft des
Weserberglandes umfasst die Gebirgszüge des Solling,
des Reinhardswaldes, des Vogler, des Ith und des
Wesergebirges und erstreckt sich beidseits der Weser,
zwischen Hann, Münden und Minden. Die
Höhenzüge verdanken ihre Entstehung
Gletscherbewegungen des skandinavischen Inlandeisschildes.
Das Weserbergland hat Anteil an den Bundesländern
Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Weite
Hochflächen und ausgedehnte Laub- und Nadelwälder
prägen das Landschaftsbild. Als eine botanische
Rarität gelten die bizarr gewachsenen
Süntelbuchen. Das Weserbergland wird von der Deutschen
Märchenstraße durchquert und ist über die
Autobahnen A7 und A44 zu erreichen.
Besonders Wanderer und Naturbegeisterte wird die Region
in ihren Bann ziehen. Aber auch kulturhistorisch ist das
Weserbergland eine Reise wert.
Prächtige Schlösser und stattliche
Bürgerhäuser repräsentieren den Baustil der
Weserrenaissance. Zu den schönsten Städten des
Weserberglandes zählt Hann. Münden. Das malerische
Städtchen befindet sich auf einer Landzunge zwischen
Fulda und Werra, welche sich hier zur Weser vereinigen. Mehr
als 700 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten
verleihen der Stadt ein ganz eigenes Flair. Reiche
Kunstschätze beherbergt die St.-Blasii Kirche. Im
einstigen Welfenschloss ist das Städtische Museum
untergebracht. Auf dem Weserstein haben die berühmten
Worte “Wo Werra sich und Fulda küssen” die
Jahrhunderte überdauert.
Hübsche Barockbauten säumen die Straßen
von Bad Karlshafen. Im einstigen Packhaus am Hafenbecken
residieren heute die Stadtväter. Das Hugenottenmuseum
erinnert an die Geschichte der ersten Bewohner der Stadt.
Thermalbad und Gradierwerk versprechen ein Plus für die
Gesundheit. Imposante Eindrücke garantiert die Porta
Westfalica, südlich von Minden. Hier durchbricht die
Weser das Wesergebirge und das mächtige
Kaiser-Wilhelm-Denkmal thront über der Landschaft.
Märchen und Sagen der Gebrüder Grimm sind im
Weserbergland Zuhause. So lohnt es, das romantische
Dornröschenschloss Sababurg zu entdecken und sich in
Alfeld auf Spurensuche nach Schneewittchen zu begeben. Ein
Ausflug bietet sich auch nach Bodenwerder an, wo der
Lügenbaron Münchhausen sein Unwesen trieb.
Bedeutendster Sakralbau des Weserberglandes ist das
Kloster Corvey, welches im 9. Jahrhundert von Ludwig dem
Frommen gegründet wurde. Weit über die Grenzen der
Region hinaus bekannt ist die Porzellanmanufaktur
Fürstenberg. Im Stadtschloss Fürstenbergs
können Touristen die zerbrechlichen Kostbarkeiten
bestaunen. Eine Attraktion für die ganze Familie
verspricht der Erlebnispark Ziegenhagen. Im Winter locken
die Pisten von Neuhaus am Solling.
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Weitere Informationen:
- Reise bei
www.kurz-mal-weg.de